Wie man besser vernetzt arbeitet - Network Thinking mit Ulrich Weinberg

Design Thinking ist ein bisher bei vielen Unternehmen noch unüblicher Ansatz für Projektarbeit. Bei interactive tools wird dieser Ansatz bereits seit längerem umgesetzt: Interdisziplinäre Teams erarbeiten im iterativen Vorgehen und mittels kreative Methoden neuartige Lösungen. Jetzt war Prof. Ulrich Weinberg, der geistige Wegbereiter des Design Thinkings, im Rahmen unserer iSpiration-Reihe bei interactive tools zu Gast.

Ulrich Weinberg hält einen Vortrag zum Thema Network Thinking vor Mitarbeitern der interactive tools GmbH.

Ulrich Weinberg ist Professor an der HPI School of Design Thinking und bietet dort den gleichnamigen Zusatzstudiengang „Design Thinking“ an. Der Studiengang besteht aus Studierenden jeglicher Disziplinen, die in Projektteams Software-Produkte entwickeln, bei denen die Nutzer und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Mit diesem Fokus – auf die Nutzer – werden auch die Projekte bei interactive tools umgesetzt.

Gruppenbasierte und interdisziplinäre Methoden

Sein Vortrag „Network Thinking: Besser vernetzt arbeiten“ führte dem Publikum vor Augen, warum es so wichtig ist, Silo-Strukturen bzw. -Gewerke-Strukturen zu überwinden. Nur so können nach Weinberg neue Lösungsansätze gefunden werden. Nicht starre und festgelegte Projektabläufe, sondern gruppenbasierte und interdisziplinäre Methoden führten zu Innovationen. Bei der Network Thinking-Methode agieren und reagieren die Projektteams unter drei Bedingungen miteinander:

  • Es handelt sich um interdisziplinäre Teams bestehend aus 4-5 Mitgliedern,
  • sie arbeiten in variablen und flexiblen Räumen und
  • sie gehen iterativ – in sich schrittweise wiederholenden Arbeitsabläufen – vor. 

Abseits linearer Modelle werden auf diese Weise Denkmuster und Wissens-Silos durchbrochen und das von Weinberg kritisierte „Brockhaus-Denken“ überwunden. Der Brockhaus-Modus, der für das abgegrenzte Experten-Wissen des Einzelnen steht, wird durch den Netzwerk-Modus abgelöst. Das Experten-Wissen der Einzelnen wird so gebündelt, vielmehr werden „die Köpfe miteinander vernetzt“, wie Weinberg es beschreibt.

Network Thinking-Vortrag von Ulrich Weinberg bei interactive tools.

Die Zukunft der Arbeit liegt für Weinberg in der Stärkung der Kollaborations- und Interaktionskompetenzen der Angestellten in einem Unternehmen – und dies geschieht durch Network Thinking. Besonders große und schwerfällige Unternehmen Deutschland tun sich damit aber noch schwer. Leichter fällt es hingegen dem kleineren, mittleren Unternehmen und Starts-Ups.  

Kleine, agile und autonome Teams

Sie sind flexibler aufgestellt, verfügen über flache Hierarchien und arbeiten meist in kleinen, agilen und autonomen Projektteams. Laut Weinberg sind sie das Mittel zum Zweck, neue und unkonventionelle Aufgaben, kreativ und effektiv zu lösen. interactive tools verfolgt diesen Ansatz bereits konsequent und konnte aus dem Vortrag als auch aus der abschließenden Diskussion neue Impulse und Anregungen für zukünftige Projekte mitnehmen.