Wissen,

was kommt. Trends erkennen, Wissen bündeln und an den Herausforderungen wachsen: Was uns umtreibt, sind die digitalen Fragen der Zeit. Insights, Studien und Papers zur digitalen Transformation stehen hier.

Welche New-Work-Trends leben wir bereits? Wir machen den Selbst-Check

Das Zukunftsinstitut definiert in seinem aktuellen Work Report 2019 sieben Trends bzw. Schwerpunktthemen, die die Art wie wir arbeiten, prägen (werden). Dahinter stehen Fragen wie: Welche Tools und Strategien führen Unternehmen in der sich wandelnden Arbeitswelt zum Erfolg? Wie können Mitarbeiter*innen ihr Potenzial optimal entfalten?

Wir beschäftigen uns kontinuierlich mit New Work. Dabei geht es uns nicht darum, Dinge so zu machen, wie alle anderen oder darum, Trends zu verfolgen. Wir probieren Dinge aus und schauen, was sich für uns richtig anfühlt und was passt. Sind wir damit auf einem Weg, der der Vision des Zukunftsinstituts entspricht?
Wir machen den Selbsttest: Welche der sieben Themen spüren unsere Mitarbeiter*innen bereits im Alltag? Und wie äußert sich das konkret?

1. Reporting to God – Organisationsmodell der Selbstverantwortung

Es gibt den Trend, dass Mitarbeitende selbst ihre Aufgaben definieren, sich Ziele setzen und stärker Eigenverantwortung übernehmen.

Status bei interactive tools: wird gelebt
Wir arbeiten in selbstbestimmten Teams ohne feste Hierarchien. Ohne mittleres Management. Ohne fremde Zielvorgaben. Mit geteilter Verantwortung.

2. Social Entrainment – Sich aufeinander eingrooven

Neue Teammitglieder pendeln sich nach und nach ein, um irgendwann mit dem Rest des Teams „auf einer Wellenlänge“ zu sein. Der Takt dieses Pendels darf jedoch nicht von oben vorgegeben werden. Das System pendelt sich selbst ein und schafft eine flexible Sicherheit.

Status bei interactive tools: wird gelebt
Für uns ist die Probezeit genau dafür da: Einpendeln. Im Laufe der ersten Monate können beide Seiten evaluieren, ob eine gemeinsame Wellenlänge bereits erreicht wurde oder noch erreicht werden kann. Dazu kommen Gespräche und Trainings, um neue Mitarbeiter*innen möglichst gut zu inkludieren. Offenheit auf beiden Seiten ist hier besonders wichtig.
Manchmal passt es aber einfach nicht. Das ist auch okay. 

3. Pro-Aging Goes Real – Die Weisheit der Alten nutzen

Alt werden ist nicht mehr mit nachlassender Leistungsfähigkeit zu assoziieren. Die Bedeutung der Erfahrung von älteren Mitarbeiter*innen nimmt zu. Besonders bei Krisen und komplexen Herausforderungen sind Lebens- und Arbeitserfahrung Schlüsselkompetenzen.

Status bei interactive tools: wird gelebt.
Für eine Berliner Digitalagentur ist unser Altersdurchschnitt vergleichsweise hoch. Wir wissen, wie wertvoll die erfahrenen Kolleg*innen für uns und unsere Projekte sind und machen sehr gute Erfahrungen mit Menschen, die auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg zu uns finden.

Altersverteilung bei interactive tools in Prozent

Altersverteilung bei interactive tools in Prozent

4. Inside the Box Revolution – Veränderung von innen heraus

Unsere Arbeitswelt wird nicht von außen oder oben revolutioniert. Sie entwickelt sich durch langsame, interne Prozesse in den Unternehmen: Dadurch, dass Mitarbeiter*innen gehört werden und mitentscheiden.

Status interactive tools: wird gelebt bzw. work in progress
Genau so passiert es bei uns. Vor einigen Jahren war alles komisch. Dann haben wir uns auf uns – also auf die Kolleg*innen – konzentriert. Was brauchen wir, was wollen wir, wie kommen wir gemeinsam da hin. Wir sind auf dem Weg und entwickeln und bewegen uns immer weiter.

5. Playful Work – Mehr Spiel wagen

Die Kreativökonomie löst bereits den Gegensatz zwischen „richtiger Arbeit“ und Spiel auf. Denn wer Arbeit auch als Spiel begreifen kann, hat das Potenzial zu neuer Kreativität und Innovation.

Status interactive tools: eingeführt / noch Potenzial
Die Freiräume für spielerische Arbeit sind da: Jeder Donnerstag kann von uns selbstbestimmt gestaltet werden. Also theorethisch auch spielerisch. Und zweimal im Jahr gibt es einen interactive tools Jahrmarkt – da werden teils spielerisch Dinge ausprobiert und Expertisen geteilt. Wir führen gelegentlich Scrum-Workshops mit Lego durch und ab und zu finden Brainstormings auf einem Spielplatz statt. So richtig populär ist die Idee von "spielenden Kollegen" jedoch noch nicht.
Hier gibt es noch Potenzial.

6. Mindful Solutions – Lösungen für ein achtsames Leben und Arbeiten

Ein achtsamer Umgang miteinander und mit sich selbst ist essenziell. Mindfulness entwickelt sich sogar zu einem Bestandteil der allgemeinen Bildung. Die Work-Life-Wippe ist abmontiert. Jetzt wird einfach bewusster gelebt und bewusster gearbeitet.

Status bei interactive tools: wird gelebt
Seit zwei Jahren bietet unsere Kollegin Anja Yoga- und Meditationskurse an. Auch im Arbeitsalltag schaffen wir gelegentlich Räume für Atemtraining oder Bewusstseinsübungen. Alle kennen die Regeln für wertschätzendes Feedback und Konflikte lösen wir gemeinsam und ruhig. Auch mit unserer Umwelt gehen wir bewusster um: Unser Nachhaltigkeitsteam checkt, dass Strom, Müll, Kaffee und was wir sonst noch zum Arbeiten benötigen, so umweltfreundlich wie möglich sind und bezogen werden.

7. Das Faulheitsprinzip – Kreatives Nichtstun für mehr Produktivität

Körperlich Arbeitende brauchen logischerweise Ruhepausen. Diese Logik gilt jedoch auch für geistig Arbeitende. Unser Wirtschaftssystem verändert sich durch Automatisierung enorm. Das bedeutet mehr Freizeit für die Menschen. Aber wer frei hat, arbeitet nicht … oder?
Jetzt ist die Zeit, sich zu fragen, wie die freigewordene Zeit sinnvoll genutzt werden kann.

Status bei interactive tools: work in progress
Pausen werden bei uns ernstgenommen und wir arbeiten mit Vertrauensarbeitszeiten. Das heißt jede*r kann, in Absprache mit den Projektteams, Pausen machen, um den Block spazieren, früher kommen oder gehen etc.
Über einen am Schreibtisch schlafenden Kollegen würden sich allerdings wohl noch immer die Meisten wundern. Hundertprozentig sind wir die Ideen der Leistungsgesellschaft also noch nicht losgeworden.

Fazit: New-Work-Trends sind Realität

Die meisten New-Work-Themen sind bei uns nicht nur angekommen, sondern bereits in den Arbeitsalltag integriert.  Wir konnten durch unseren Entwicklungsprozess viele alte Denkmuster überdenken und wenn nötig verändern. 

Zufriedene Mitarbeiter*innen und eine geringe Fluktuationsrate sind die Ergebnisse unseres Prozesses auf der einen Seite. Andererseits erleben wir auch, dass unsere Kunden unser Mindset und unsere Herangehensweisen sehr zu schätzen wissen. Denn durch ein besseres Arbeitsklima und mehr Freiräume für unsere Expert*innen werden auch die Ergebnisse unserer Arbeit besser. 

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Timo Wirth

Timo Wirth
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