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was kommt. Trends erkennen, Wissen bündeln und an den Herausforderungen wachsen: Was uns umtreibt, sind die digitalen Fragen der Zeit. Insights, Studien und Papers zur digitalen Transformation stehen hier.

Remote testen – So funktioniert unser UX-Lab von zu Hause aus

Beim Remote UX Testing wird der UX-Test im Labor einfach ins Web verlegt.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass Testpersonen, Researcher und Beobachter*innen nicht am selben Ort sind. Die Probanden befinden sich in ihrer natürlichen Umgebung und nutzen ihre eigenen Geräte, um digitale Produkte zu testen – sowohl Desktop als auch Mobile. Dabei kann alles getestet werden: Von Wireframes über Prototypen bis hin zum Endprodukt.

Probandin testet eine Website auf dem Smartphone
Probandin testet eine Website zu Hause auf dem Smartphone.

Die Testmoderation erfolgt über ein Online-Tool. Auf diese Weise können Eindrücke und Erwartungen der Probanden, aber auch Fragen oder Hinweise durch die Testleitung in Echtzeit ausgetauscht werden – genau wie beim UX-Test im Labor.
Beim Testen der Websites oder Prototypen werden sowohl der Screen als auch Mimik und Stimme der Teilnehmer*innen über die Testing-Plattform aufgezeichnet. Diese Videos sind im Anschluss an die Sessions verfügbar und können in guter Qualität exportiert und allen zur Verfügung gestellt werden.

„Beim Remote Testing testen Nutzer*innen digitale Produkte in ihrer natürlichen Umgebung.“Nina Scharfenberg, User-Research-Expertin

Live beobachten und gemeinsam die Ergebnisse sammeln und priorisieren

Die Probanden-Sessions können in unserem Workshop-Raum gemeinsam beobachtet und ausgewertet werden. Über die Testing-Plattform können die Sessions jedoch auch von bis zu zehn Beobachtern live gestreamt werden. Die Remote-Beobachtung ist eine praktische Option, um auch dann kontinuierlich weiter zu testen, wenn die relevanten Stakeholder nicht zusammenkommen können.

Zum Beispiel mit Online-Whiteboard-Tools lässt sich auch die Beobachtung komplett remote durchführen. Die Beobachtungen werden dann auf einem digitalen Whiteboard gesammelt, geclustert und priorisiert.

Mit Hilfe von Online Collaboration Tools können alle Beobachter die Probandin und ihren Screen sehen sowie ihre Erkenntnisse auf digitalen Post-its festhalten.

Größere Stichproben durch unmoderierte oder automatisierte Tests

Ein Remote Testing kann auch unmoderiert durchgeführt werden. Proband*innen bearbeiten hierbei eigenständig Use Cases, die ihnen über die Testing-Plattform zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise können (Moderations-)Aufwände gespart werden, um z.B. eine größere Menge an Probanden testen zu können. Weiterführende Fragen oder Hinweise sind in diesem Fall nicht möglich, bzw. könnten nur über einen anschließenden Fragebogen aufgefangen werden. Noch einen Schritt weiter gehen automatisierte Remote Tests, die auf quantitative Daten setzen. Hier steht die Frage im Fokus, was die User auf einer Website machen, ohne konkrete Insights zum Warum von den Testpersonen zu erhalten.

Remote Testing Illustration
Beim Remote Testing sehen und hören Beobachter und Interviewer das Nutzerverhalten und -Feedback live – auch aus dem Homeoffice.

Vorteile und Nachteile von Remote Testing

Vorteile:

  • Schwer rekrutierbare Zielgruppen können besser erreicht werden
  • Flexibler und diverser, da Testpersonen von überall aus teilnehmen können
  • Noch realistischere Ergebnisse, da Probanden ihre eigene Technik in ihrer natürlichen Umgebung nutzen
  • Kann ggf. zügiger und effizienter umgesetzt werden, als Tests im UX-Labor
  • Bei unmoderierten und automatisierten Tests sind größere Stichproben möglich

Nachteile:

  • Perspektivwechsel durch fehlendes Eye-Tracking und Mouse-Klicks etwas schwieriger
  • Probanden müssen geringfügig technikaffiner sein und eine passende technische Ausstattung haben

Wir setzen auch viele andere Test-Methoden remote um: Sei es die Online-Befragung, Tiefeninterviews oder auch ein Card Sorting zur Optimierung der Informationsarchitektur.

Nutzen im Mittelpunkt

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